"Mama Muh und die Krähe" - nach den Geschichten von Jujja Wieslander
Sonntag, 7.10. 16:30 // PartyWer Mama Muh kennt, weiß, dass sie eine ziemlich ungewöhnliche Kuh ist. Eine, die keine Lust hat, ihre besten Tage auf der Weide zu verdösen oder im Stall. Wenn andere Kühe zufrieden kauend in die Gegend glotzen, tut Mama Muh mit schöner Regelmäßigkeit eins: aus der Reihe tanzen. Hauptsache, dass der Wind ihr dabei so richtig um die Ohren pfeift. Wenn die Krähe aus dem Krähenwald auch oft der Flügelschlag trifft, was macht das schon. Schließlich ist sie Mama Muhs beste Freundin und beste Freundinnen müssen zusammenhalten...
Viele kennen die unterhaltsamen Geschichten von Jujja Wieslander, die bei den lustigen Bilderbüchern mit Sven Nordqvist, dem Schöpfer von Pettersson und Findus zusammenarbeitet. Nicht ganz zufällig ist also die Auswahl für die neue Kindertheater-Eigenproduktion im Kabarett Niedermair, waren doch die Abenteuer des kleinen Katers Findus und des schrulligen alten Mannes beliebt wie kaum ein Stück davor. Michaela Obertscheider hat wieder eine humorvolle Bühnenfassung geschrieben und inszeniert das Werk mit drei Schauspielerinnen und jeder Menge guter Laune. Die Vorfreude steigt!
Buch und Regie: Michaela Obertscheider
Musik: Wolfgang Peidlstein
Bühnenausstattung: Katrin Gross
Schauspielerinnen: Christina Scheutz, Eva Maria Frank, Anna Holzer
ab 4 Jahren
"Vogelfrei Tour 2012" - Da Huawa, da Meier und I
Sonntag, 7.10. 19:30 // PartyVogelfrei“
Musik-Komik-Kabarett
Trompeten stechen, Dudelsäcke dröhnen und Schläge auf die Große Trommel lassen den Bretterboden vibrieren, auf dem das wildeste bayerische Musiktrio steht: Da Huawa, da Meier und i, oder eben Christian Maier, Matthias Meier und Siegi Mühlbauer. Das unschlagbare Dreigestirn aus dem niederbayerisch-oberpfälzischen Musikkabarett-Biotop zwischen Unterunsbach, Rieding und Kothmaißling. Jeder ein Unikat und gleichwohl auch ein Unikum. Zusammen bilden sie den Zündstoff, der abgeht wie eine Biogasturbine.
Die „Boygroup-Ära“ haben sie abgeschlossen. Drei gestandne Mannsbilder treten an, um ihren längst über alle heimatlichen Grenzen zu hörenden Ruf als freche Kapelle weiter aufzupolieren. Dafür schleppen sie noch mehr Instrumente als bisher auf die Bühne. Neben abstrusen, kaum zu benennenden Gerätschaften auch spanische Gitarren, vieles zum drauf Trommeln, jede Menge Blech, und sogar ein Dudelsack wird geblasen. Die Musik ist so traditionell wie vogelwild: ganz einfach – vogelfrei!
Da Huawa, da Meier und i haben schon immer ihren ganz eigenen Musik- und Komikstil gepflegt. Kracherte Arrangements aus Oberpfälzer Ur-Rhythmen mit hippem weltmusikalischem Flair untermalen die Ironie, den Unsinn und die Wahrheit ihrer Texte. Mal klingen sie nach Zigeunercombo, mal nach Jamaika oder Cuba und natürlich auch nach Bayern. Immer zum Wegwerfen komisch - und doch bitter ernst.
Der authentisch bayerische Dialekt täuscht ebenso wenig wie der geschmeidige Reggae-Sound samt lustigen Rastazöpfen: Da Huawa, da Meier und i legen den Finger gern mitten in die Wunden der modernen bayerischen Gesellschaft und bohren auch genüsslich nochmal nach, damit kein Auge trocken bleibt.
In flottem Tempo wechseln Themen, Instrumente und Kostüme. Man ist ja weit gereist in den letzten Jahren und hat viel mitbekommen von der Welt. Mehr soll aber an dieser Stelle nicht verraten werden. Auf jeden Fall bleiben sich die drei jungen Männer auch als gstandne Bayern treu. Vielen windigen Modetrends setzen sie vor allem eines entgegen: ihre Authentizität und ihre Nähe zu den Leuten. Mit einem untrüglichen Instinkt spüren sie bajuwarische Perlen auf, um sie auf Hochglanz zu polieren – oder um sie als billigen Fake zu entlarven. Und das mit einer Schlagfertigkeit und einem Wortwitz, von dem so mancher Politiker nur träumen kann. Aber Politiker spielen sich ja auch nicht um Kopf und Kragen. Das machen Da Huawa, da Meier und i allerdings schon, ganz locker und dabei auch noch hochmusikalisch.
"…Ohne Frage, die drei bieten Bayerisches Musikkabarett der Champions League" (Abendzeitung)















